Wann ist ein Mann ein Mann?

Wer kennt sie nicht die Frage aus einem der großen Hits Herbert Grönemeyers. Geschrieben hat Grönemeyer seinen Song vor rund 35 Jahren, doch aktuell ist er noch immer. Die Forderungen an den Mann sind nach wie vor haushoch, im Beruf, im Privatleben, in der Partnerschaft. Selbst in der Freizeit sieht er sich oft Leistungsdruck ausgesetzt. Das kann sich z. B. an erhöhtem Blutdruck zeigen, aber auch ganz schön auf die Potenz gehen. Denn der Stress des Leistungsdrucks sorgt für eine Verengung der Gefäßwände im Körper, wodurch auch der Blutzufluss in die Schwellkörper des Penis eingeschränkt wird. Eine Erektionsstörung oder erektile Dysfunktion (ED) stellt deshalb selbst für jüngere und eigentlich gesunde Männer kein rein abstraktes Problem dar.

Lustlos den Kopf hängen lassen und passiv abwarten, ist keine Lösung. Einfach zu einem Arzneistoff aus der Gruppe der PDE-5-Hemmer zu greifen meistens aber auch nicht. Jedenfalls nicht für den aktiven Mann mit Bewusstsein für den Wert eines gesunden Körpers. Gerade für diesen Typ Mann ist die unkomplizierte Selbsthilfe mit einem natürlichen Mittel besonders attraktiv. Die Eiweißbausteine L-Arginin und L-Citrullin sind ein solches Mittel.

Die Aminosäure L-Arginin stellt der Körper selbst her. Allerdings genügt die Eigenproduktion durchaus nicht immer, um alle Funktionen im Stoffwechsel abzudecken, an denen die Aminosäure maßgeblich beteiligt ist. Ein Teil muss daher über die Ernährung kommen. (Viel L-Arginin steckt vor allem in Sonnenblumen-, Pinien- und Kürbiskernen, Erdnüssen und Walnüssen.) Beteiligt ist diese Aminosäure unter anderem an der Bildung von Körpergewebe wie Haut, Haare oder Muskeln und an der Steuerung zentraler Stoffwechselprozesse. L-Arginin ist überdies die Aminosäure mit dem höchsten Gehalt an Stickstoff. Diesen Stickstoff benötigt der Körper, um unter Beteiligung von L-Arginin den Botenstoff Stickstoffmonoxid (NO) zu bilden. Er wird für die Regulierung der Weitstellung der Gefäßwände sowie für ihre Durchblutung und Entspannung benötigt. Als alleinige Vorstufe von Stickstoffmonoxid ist L-Arginin deshalb auch für die Blutgefäße im Penis immens wichtig. Die regelmäßige Zufuhr von 4 g L-Arginin genügt gewöhnlich, um die Schwellkörper im Penis gut mit Blut zu versorgen und den Penis potent zu machen. Auf ganz natürlichem Weg!

Um den Argininspiegel im Körper möglichst konstant zu halten, sollten Männer L-Arginin vorzugsweise kombiniert mit der weiteren Aminosäure L-Citrullin einnehmen. L-Citrullin (reichlich vorhanden in Wassermelonen) ist im Körper Vorstufe für L-Arginin. Der Körper kann L-Citrullin zu L-Arginin umwandeln und dann darauf zurückgreifen, wenn das zugeführte L-Arginin verbraucht ist.

Die Kombination von 4 g L-Arginin mit 2 g L-Citrullin ist sehr bewährt und stellt eine ausschließlich ernährungsphysiologisch wirksame Dosierung, heißt: Auch bei einer langfristiger Einnahme ist dieses natürliche Fördermittel für die Potenz anwendungssicher und nebenwirkungsfrei. Im Unterschied zu L-Arginin in der
Nahrung, ob nun Kerne, Nüsse oder Gemüse und tierische Produkte, ist bei der direkten Einnahme von reinem L-Arginin im Darm keine Aufschlüsslung aus einem Verbund mit anderen Nährstoffen mehr erforderlich, sondern die Aminosäure kann direkt ins Blut gehen.

Nicht nur für Männer mit Kinderwunsch ist es vorteilhaft, die beiden Aminosäuren mit den Spurenelementen Selen und Zink zu ergänzen. So wird davon ausgegangen, dass in Deutschland etwa jeder dritter Mann die empfohlene tägliche Zufuhr von 10 mg Zink, das zahlreiche Funktionen im ganzen Körper hat, nicht erreicht. Im Hinblick auf die männliche Fruchtbarkeit ist da zu bedenken, dass ein erniedrigter Zinkspiegel den Testosteronspiegel absinken lassen kann. Zusammen mit Selen ist Zink auch an der Spermienbildung beteiligt. Darüber hinaus belegen wissenschaftliche Studien, dass Selen zu einer normalen Spermatogenese und Beweglichkeit der Samenzellen beiträgt.