Abwehr pur: rein in die Laufschuhe!

Windig, kalt, nass und der innere Schweinehund sitzt auf der Couch: Wenn es draußen ungemütlich wird, fehlt es oft an der nötigen Motivation. Wir finden 1000 Gründe, es drinnen besser ist als draußen. Gesünder werden wir dadurch nicht. Denn gerade wenn es draußen kalt und ungemütlich wird, tun wir unserem Körper mit Bewegung an der frischen Luft Gutes. Wir machen ihn gezielt Anti-Viren-fit – und auch Bakterien haben weniger Chancen bei uns.

Ab nach draußen! Egal ob Sommer oder Winter mit regelmäßiger Bewegung trainieren wir unser Herz-Kreislaufsystem, stärken den Bewegungsapparat, verbrennen Kalorien produzieren Glückhormone. Diese sind ein starkes Argument für Sport im Winter, denn wenn es draußen grau und nass ist, trübt sich bei vielen auch die Stimmung ein. Doch es gibt noch mehr Gründe ganzjährig draußen aktiv zu bleiben:

 

Im Winter dreht der Körper bei Belastung so richtig auf

Da ist zum einen die Sache mit dem Trainingseffekt. Wer im Sommer regelmäßig eine Joggingrunde gedreht hat, bei dem sinkt schon nach sechs bis acht Wochen Pause die aufgebaute Leistung erheblich. Und damit nicht genug, wer bei kühleren Temperaturen Sport treibt, schützt sich aktiv gegen so manchen Erkältungserreger. Der Grund: Sport versetzt den Körper kurzfristige in eine extreme Belastungssituation, dabei bildet er sogenannte natürliche Killerzellen, um sich für diese Art von Stress zu wappnen. Das wiederum stärkt den Körper auch gegen andere Belastungen, trainiert somit das Immunsystem. Unsere Abwehrzellen vermehren sich. Dieser Effekt lässt sich sogar im Blut nachweisen. Da unser Körper bei kühlen Temperaturen mehr arbeiten muss, um Organe und Muskeln auf Temperatur zu bringen, kurbelt das auch all die positiven Effekte stärker an.

 

Tageslicht für die Seele und die Abwehr

Ein weiterer guter Grund für Sport auch im Winter ist die für uns und unser Immunsystem so wichtige Vitamin D-Produktion. Sonnenlicht regt über unsere Haut die Bildung des körpereigenen Vitamins, das eigentlich ein Hormon ist, an. Dieser Prozess bringt die Abwehrzellen dazu, antibakterielle Cathelicidine zu bilden, die eine wichtige Rolle im Immunsystem spielen. Da im Winter ohnehin weniger Sonnenlicht an unsere Haut gelangt, sollten wir die Laufrunde möglichst bei Tageslicht genau dafür nutzen. Denn selbst bei bedecktem Himmel produzieren wir über unsere Haut Vitamin D.

 

Mit Vitamin C den Körper boostern

Unterstützen können wir all diese Effekte mit der entsprechenden Ernährung, regional und saisonal sollte sie sein. Zitrusfrüchte liefern reichlich Vitamin C, gleiches gilt für Weißkohl, Brokkoli und Rosenkohl. Auch die Steinfrucht Acerola ist ein Superlieferant für Vitamin C und schmeckt prima als Saft oder Pulver in Müsli oder Porridge. Ingwer schützt vor oxidativem Stress und Cranberrys sind eine super Quelle für Mikronährstoffe und Vitalstoffe.

Dos and Don‘ts fürs Laufen bei Wind und Wetter:

  • Zwiebellook: Wer mehrere Schichten anzieht, kann nach und nach die ein oder andere ausziehen und dann nach dem Training wieder anziehen.
  • Dehnen am Besten noch im Warmen, damit der Körper weder vor noch nach der Belastung auskühlt.
  • Sofort nach dem Training warm duschen, um nicht auszukühlen und den Körper vor Krankheiten zu schützen. Eventuell auch erst nach dem Duschen dehnen.
  • Bei Fieber auf keinen Fall laufen, da die Belastung den Körper weiter schwächen kann. Auch bei grippalen Infekten mit Kopf-, Hals- und Gliederschmerzen gilt Laufverbot. Bei leichtem Schnupfen oder Fieber und Husten ist ein Lauf mit niedriger Intensität in der Regel unbedenklich.